lanzarote
nachdem ich jetzt schon ganze zehn minuten an einem originellen einstieg gebastelt habe, nur um festzustellen, dass ich heute morgen weder originell noch besonders kreativ bin, fang ich einfach mal an.
vorab sei noch gesagt, dass das hier kein detaillierter reisebericht wird, da es nicht nur euch sondern auch mich langweilen würde, einen zu lesen bzw zu verfassen.ihr könnt also beruhigt weiterlesen. für weitere berichte, fragen und tipps stehe ich aber gerne zur verfügung
obwohl wir in unserem urlaubsleben verschiedene versuche unternommen haben uns dem pauschaltourismus anzuschließen, steht doch immer wieder fest: meine family gehört eher zu der gattung der individualtouristen. wer sich selbst zu letzterem zählt, weiß wie spannend es mitunter sein kann, sich unter die große gruppe der all-inclusive-urlauber zu mischen- und das auch noch inkognito. ja, meine schwester und ich können uns wirklich gut anpassen, was wir in den drei pooltagen bewiesen haben, an denen wir uns nur von der stelle bewegt haben um aufs klo zu gehen, was zu trinken zu holen und mal fünf minuten in den erfrischend-kühlen pool zu springen. wir können von glück reden, dass wir keinen dekubitus ebtwickelt haben. ach, faul sein ist was herrliches
die restlichen drei “vollen” tage waren wir unterwegs mit dem auto, fahrrad und unseren eigenen füßen. lanzarote eignet sich hervorragend für den einwöchigen spontanurlaub, da sich die nahezu komplette insel in zwei tagen mit dem auto erkunden lässt und wirklich viel abwechslung bietet. an einem namen kommt man aber auf keinen fall vorbei: césar manrique, den inselkünstler/architekten/bildhauer/hastenichtgesehen, der das bild der insel geprägt hat wie kein anderer.
so kommt man auf der nordroute an einigen seiner “kunstwerke” vobei, die er in die beeindruckende natur der insel eingebettet hat. eins davon war der mirador del rio, von dem man folgende aussicht genießen kann:

die wolken am himmel haben uns übrigens die ganze woche fast durchgehend begleitet und uns weitestgehend vor dem ultimativen hitzschlag vewahrt. wo die klimastatistik im polyglott allerdings den einen tag regen her hatte, ist mir bis heute noch ein rätsel (an sage und schreibe vier tagen hat es immer mal wieder gedröppelt und kurze güsse gegeben).
die landschaft im timanfaya- nationalpark war wirklich faszinierend mit den vulkankratern, den farben und dem lavagesteinsmeer, durch dass man mitten durchfährt.

auf dromedaren geritten sind wir natürlich auch noch (in kombination mit den dünenähnlichen hügeln hat man einen hauch von saharafeeling, auf deren höhe die kanarischen inseln immerhin liegen)

die beiden rundreisetage mit dem eigenen mietwagen waren wirklich angenehm, nicht nur wegen der aircondition, sondern auch weil wirklich wenig los war (!). an beiden tagen begegneten wir überall wo wir halt gemacht hatten immer der handvoll touris, die mit ihren wagen die gleiche route gefahren sind und ein oder zwei reisegruppen. wir haben immer einen parkplatz bekommen, mussten nirgendwo anstehen und sind durch ausgestorbene dörfer gewandelt.
ein persönliches highlight von mir war der flughafen, den man von unserem hotel aus nach einer viertel stunde lockerem laufen entlang der tollen promenade erreichen konnte. wer kann sonst noch von sich behaupten, unter einer landenden boeing 737 hindurchgejoggt zu sein? (ich bin immer so schlecht im schätzen, aber es waren höchstens 20 meter von meinem kopf bis zu dem fahrwerk, weil unmittelbar neben der promenade die runway begann) übrigens sollten flügängstler beten, dass der wind beim rückflug vom meer kommt, da der pilot ansonsten einen mehr als sportlichen start hinlegt, um nicht an den hügeln zu zerschellen, hehe…
alles in allem war es eine abwechslungsreiche, tolle, viel zu schnell vorbeigehende woche mit vielen eindrücken, an die ich gerne zurückdenken werde. last minute mitte september nach lanzarote bzw. die kanaren kann ich uneingeschränkt weiterempfehlen!

Das sieht nach nem sehr gelungen/entspannten urlaub aus… hach ich beneide dich ^^
meerjungfrau
30. September 2009 um 20:32